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Olympischer Fackellauf 2008 unterwegs
Tagebuch der Ereignisse - Tibet-Konflikt
- Annäherungsversuche
 Inzwischen
ist der Fackeltross zurück in Beijing und dreht noch ein paar Runden
durch die City bis zur Entzündung des grossen Olympischen Feuers zur
Eröffnung der Spiele am Freitag abend. Die
Olympische Fackel hat zwischenzeitlich einmal die Welt umkreist. Dazu
war die Flamme im März vom antiken Olympia direkt nach Beijing gebracht
worden, woraufhin eine zweite "mobile Flamme" auf die vieldiskutierte
und kritisierte Welttournee ging. Das Fazit vorausgeschickt: Es wird
wohl bei zukünftigen Olympischen Spielen keine derartigen megariesigen
Fackelstaffeln mehr geben. Der Lauf steht unter dem Motto "Reise
der Harmonie" und dauerte 130 Tage. Dabei wurde die Fackel über
eine Distanz von 137.000 Kilometern getragen, womit der Fackellauf 2008
der längste der Geschichte war. Die Sponsoren des Mega-Events
sind Samsung, Lenovo und CocaCola. Am 8.8.2008 soll die Flamme nun in Beijing die XXIX. Olympischen
Spiele 2008 eröffnen (ARD Live TV ab 13.00 Uhr).
Planung und Realität: Die
Torch Relay war bis ins kleinste Detail festgelegt, aber viele
Zusammenstösse mit pro-tibetischen Demonstranten auf der ganzen Welt
hatten die Pläne arg durcheinandergebracht. Das Feuer wurde zunächst im
alten Olympia/ Griechenland am 24. März entzündet und über Athen direkt
nach Beijing gebracht. Dort fand am 31. März eine Empfangszeremonie
unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Erst danach begann die
grosse Reise rund um die Welt, begleitet von lautstarken
Demonstrationen und heftigen Tumulten. Aktuelle Tagesereignisse siehe
unten.
Die Stationen der Weltumrundung
Für 2008 war der Fackellauf erstmalig in diesem Umfang, mit
Routen durch 28 internationale und 78 chinesische Städte geplant.
Die Reise führte den grossen Olympischen Tross durch fünf Kontinente
(lt. Definition nach den 5 Olympischen Ringen) von Asien, Russland,
Europa nach USA und Südamerika, weiter nach Afrika und über einige
Städte im Orient und auf den asiatischen Inselstaaten zurück nach
China. Die Flamme besuchte auf ihrem Weg historische Orte früher
menschlicher Hochkulturen wie die Seidenstrasse, aber sie erklomm auch
- unter Protest weltweiter Medien - den Mount Everest, den höchsten
Berg der Welt. Dort hatten chinesische Bergsteiger bereits seit Wochen
mithilfe von Sherpas alle Lager bis zum Gipfel vorbereitet, andere
Bergsteiger mussten warten.
 Am
2. Mai erreichte die Fackel dann die chinesische Metropole Hongkong.
Der Weg führte sodann über Macao auf eine lange Reise durch die
Chinesischen Provinzen, wobei im Juni auch Tibet als eine solche
Provinz durchquert werden sollte. Gegen diesen Affront der
Inbesitzznahme Tibets durch die Chinesen wurde intial protestiert. Am
6. August wurde das Feuer dann wieder in Beijing empfangen, dem
Haupt-Austragungsort der Olympischen Spiele 2008. Noch drei Tage lang
wird die Fackel durch die Metropole getragen, bis das grosse olympische
Feuer am 8. August 2008 im Nationalstadion, dem so genannten
"Vogelnest", entzündet wird - Das ist bekanntermassen der symbolische
Akt für die Eröffnung der Olympischen Spiele.
Vom Chinesischen Veranstalter und Organisator der Sommerspiele BOCOG wird
eine Website mit offiziellen Detailinformationen zum Fackellauf angeboten, so dass Ihr Euch ein besseres Bild machen könnt.
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Fackellauf-Signet
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Link zur Animation
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Link zur Information
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Die Olympische Fackel
Entstehungsgeschichte der Fackel:
- August 2005: das BOCOG legte das Konzept und die Anforderungen an das
Design fest.
- Dezember 2005: das BOCOG startete einen Designwettbewerb für die Fackel.
Bis Ende Februar 2006 erhielt das BOCOG insgesamt 388 Entwürfe.
- Juni bis August 2006: das BOCOG beurteilte alle Entwürfe und wählte das
Design "Glückwolken" aus.
- Januar 2007: die Fackel der Olympischen Spiele 2008 in Beijing wurde
vom IOC genehmigt.
Hier gelangt ihr zu einer 3D Flash Animation der Fackel:
http://torchrelay.beijing2008.cn/en/image/flash/
Das Design
Das Design der Olympischen Fackel mit der sogenannten "glücklichen Wolke"
ähnelt einer traditionellen Schriftrolle, und fängt somit gleichzeitig das
chinesische Erbe wie auch viele technologische Fortschritte und umweltfreundliche
Eigenschaften ein. Alle dieser Merkmale zusammen erschaffen eine moderne
Fackel. Die Flamme kann Windstärken von bis zu 65 Kilometern pro Stunde
und Regen von 50 Millimetern pro Stunde trotzen. Außerdem ist die Fackel
aus Aluminium und daher sehr leicht. Hinzu kommt, dass die Fackel auch aus
wieder verwertbarem Material gefertigt wurde, und der Propanbrennstoff zudem
sogar Umweltschutzrechtliche Bestimmungen einhält. Die Fackel ist 72 cm
lang und wiegt 985 Gramm.

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Tagebuch zum Fackellauf 2008
Die Reise der Olympischen Flamme hat sich in den vergangenen Jahren
zu einem riesigen Medienspektakel entwickelt - Immer weiter, immer höher
und jetzt leider auch immer lauter. Denn im Zuge der Proteste gegen
die Unterdrückung von Menschenrechten in China und im Tibet ist
der Fackellauf in diesem Jahr stetigen Angriffen durch Demonstranten
ausgesetzt. Angefangen im antiken Olympia über London bis nach
Paris (nicht jedoch in China) haben sich verschiedene Aktionisten immer
wieder durch die Sicherheitsabsperrungen drängeln und die Aufmerksamkeit
der int. TV-Teams auf sich ziehen können... Damit wird die "Reise
der Harmonie" ins Gegenteil verkehrt und der weitere Verlauf des
Fackellaufes ist sehr ungewiss .... (mit click auf die Standbilder öffnet
sich ein Video im neuen Fenster)

(links): 24.3. Im antiken Olympia war eine friedliche Eröffnungsfeier
wie in den Jahren zuvor geplant, jedoch stürmte bereits der erste
Aktivist ins TV-Bild hinein - Das chin. Fernsehen überblendete
die Szene rasch.
(rechts) 7.4. Nach London kam es auch in Paris zu heftigen Tumulten,
wobei 3.000 Polizisten den "Spiessrutenlauf" eskortieren mussten.
Durch diverse Übergriffe wurde die Fackel sogar zum Erlöschen
gebracht. Nach mehreren Störmanövern bis ins Pariser Rathaus
wurde der Lauf kurzerhand abgebrochen und die Strecke durch die Stadt
mit dem Tourbus fortgesetzt...
Am 9.4. bereitete sich San Francisco auf den Olympischen Fackellauf
vor. Die Polizei war in Alarmbereitschaft und China stellte ein grosses
Aufgebot an Sicherheitskräften, um weitere Tumulte verhindern zu können.
Die Route durch die Stadt war sowohl in der Länge als auch in der
Richtung kurzfristig geändert worden, um die Protestgruppen hinters
Licht zu führen. Wie in Europa zuvor waren Demonstrationen zu erwarten,
nachdem in SF City bereits am Vorabend mit einer Mahnwachse und einem
aufsehenerregenden Protest-Banner "Free Tibet" auf der Golden Gate Bridge
die Stimmung aktiviert wurde.
11.4.: Eine erste Erholung war die Station in Buenos Aires/ Argentinien.
Mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen konnte der Fackellauf am Freitagabend
nach zweieinhalb Stunden ohne nennenswerte Probleme beendet werden.
13.4.: Afrika: Ohne Zwischenfälle ist die olympische Fackel auch
durch die Hauptstadt Daressalam getragen worden. Tansania ist die einzige
Zwischenstation auf dem afrikanischen Kontinent. Viele Tausend gutgelaunte
Schaulustige hatten sich entlang der Straßen versammelt, um den Fackellauf
zu verfolgen. Obwohl die Behörden keine größeren Auseinandersetzungen
mit den Demonstranten erwartet hatten, wurde die Route des Fackellaufs
auf fünf Kilometer, d.h. auf 20% der geplanten Strecke verkürzt worden.
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14. 4. Am Montag traf die Fackel auf der arabischen Halbinsel
im Oman ein. Zunächst hatte der Sportminister des königlichen
Sultanat die Fackel zusammen mit chinesischen Diplomaten im Rahmen
einer kleinen Zeremonie auf dem Flughafen der Hauptstadt Muskat
in Empfang genommen. Die Strecke über 20 km konnte dann plangemäß
von etwa 80 Läufern absolviert werden. Da die Bevölkerung
keine Demonstrationen wie hierzulande kennt, konnte die Veranstaltung
ohne Zwischenfälle zu Ende geführt werden.
16.4. In Pakistans Hauptstadt Islamabad begrüßte Staatschef
Musharraf persönlich die Delegation. Aus Angst vor Attentaten
wurde die Flamme dann allerdings nicht durch die Stadt, sondern
lediglich innerhalb des geschlossenen Sportstadions im Kreis getragen.
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17.4. Mehr Aufsehen erregte der Olympische Fackellauf wiederum in Indien,
wo eine verkürzte Strecke durch New Dehli nur durch den Einsatz
von mehr als 15.000 Polizisten ermöglicht wurde. Wir erwartet,
kam es vor Ort zu heftigen Protesten durch pro-tibetische Demonstranten.
Es leben etwa Hunderttausend Tibeter in Indien, die ihrem geistigen
Oberhaupt, dem Dalai Lama gefolgt sind, nachdem dieser vor fast 50 Jahren
aus dem Tibet flüchten musste und ins Exil ging.
Sicherheitskräfte hatten die insgesamt nur 2,5 km lange Strecke
hermetisch abgeriegelt, so dass lediglich einige wenige ausgesuchte
Zuschauer in die Nähe des Spektakels vorgelassen wurden. Die 70
ausgewählten Läufer konnten jeweils nur einige Dutzend Schritte
bis zum nächsten Wechsel laufen. Direkt in New Dehli und auch in
Bombay wurden einige Hundert Exil-Tibeter festgenommen. Größere
Proteste von Exiltibetern wurden zeitgleich aus dem Nepal gemeldet,
wo sich tausende Aktivisten nahe der chinesischen Botschaft in Kathmandu
versammelt hatten. Laut Augenzeugen setzte die Polizei auch Schlagstöcke
ein und verhaftete mehr als 500 Personen.
18.4. Am Freitagmorgen hat das Olympische Feuer Bangkok. die Hauptstadt
Thailands erreicht. Kurz nach Mitternacht landete das mit dem Logo der
Torch Relay dekorierte Flugzeug auf einem Militärflughafen. Die
auf 10 km geplante Laufstrecke startete im Chinesenviertel und wurde
unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen dann erstmalig wieder ungekürzt
absolviert. Im Vorhinein hatten einige Medien berichtet, dass jegliche
Demonstranten sofort außer Landes verwiesen werden.
21.4. Kuala Lumpur in Malaysia ist die vierte Etappe der Fackel in
Asien - nach Islamabad, Neu Delhi und Bangkok. Die Flamme startete beschützt
von rund tausend Sicherheitskräften vom Unabhängigkeitsplatz
der Stadt aus zur der 12,5 Kilometer langen Strecke. Wie in westlichen
Medien berichtet wurde, war es am Rande der Veranstaltung u.a. auch
zur Festnahme einer jungen japanischen Familie mit Kind gekommen, die
allein wegen einer Tibet-Fahne tätlich angegriffen und danach für
6 Stunden eingesperrt wurden. Dagegen blieben aber die chinesischen
Ordnungshüter, die mit Plastikgerten auf die Familie eingeschlagen
hatten, völlig unbehelligt. Seit den Tumulten in London und Paris
hat sich das Blatt ganz offensichtlich gewendet und jegliche Protestaktionen
werden gleich im Keim erstickt.

... ein Läufer und der Rest alles Beamte |
22.4. Auch am nächsten Tag, in Jakarta/ Indonesien, war der
Fackellauf nur eine Farce - Lediglich einige Hundert ausgesuchte
Gäste durften in einer abgeriegelten Sportarena die "Reise
der Harmonie" erleben - Die Öffentlichkeit blieb aber
vom Event ausgesperrt. Angesichts dieser befremdlichen Situation
erhebt sich die Frage, warum eigentlich überhaupt noch und
für welche Zielgruppe diese Manöver abgehalten werden |
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24.4. Der Tag in Canberra war mit grosser Spannung erwartet worden:
Australiens Regierungschef Rudd hatte sich gegen den Einsatz der zivil
gekleideten China-Agenten ausgesprochen, die in den vergangenen Wochen
recht gewaltsam gegen Demonstranten am Rande der Strecke vorgegangen
waren. Gleichzeitig versuchte der studierte sinologe, der als Diplomat
bereits jahrelang in China gelebt hatte, mit freundschaftlichen Worten
die Beziehung zum östlichen Nachbarn zu bestärken. Immerhin ist China
seit Jahren zu einem der wichtigsten Handelspartner Australiens geworden
und importiert u.a. Rohstoffe wie Eisenerze in maßgeblichem Umfang.
Die Olympische Flamme konnte sodann ungehindert 16 km durch die Stadt
getragen werden. Rund 80 Sportler und andere Persönlichkeiten trugen
das symbolträchtige Feuer. Über den gesamten Verlauf war die Strecke
mit Barrikaden gesichert, so dass die pro-tibetischen und pro-chinesischen
Demonstranten zwar lautstarke Parolen skandierten, jedoch weiterhin
die Lösch-Attacken erfolglos blieben. Dennoch wurden mindestens sieben
Personen festgenommen.
27.4. Während des Besuches in Seoul/ Südkorea kam es nochmals
zu einem tragischen Zwischenfäll, dessen Konsequenz aber zum Glück
durch den Begleitschutz verhindert werden konnte. Am Rand des Laufs
hatte ein Mann aus Protest gegen die Behandlung nordkoreanischer Flüchtlinge
durch China sich selbst in Brand zu setzen. Der Mann habe sich in der
Nähe der Fackelträger mit einer brennbaren Flüssigkeit
übergossen. Bevor er die Flüssigkeit habe entzünden können,
hätten ihn Polizisten von der Strasse geholt.
28.4. Dagegen verlief die Torch Relay durch Pyongyang/ Nordkorea erwartungsgemäß
ohne Tumulte. Tausende Bürger in traditionellen Trachten schwenkten
Fähnchen und Plastikblumken. Nordkorea ist ein kommunistischer
Bruderstaat der Chinesen und Peking ist wohl noch der einzige Partner
Pyongyangs. Demonstrationen sind den Bürgern völlig unbekannt
bzw. durch Androhung empfindlicher Strafen von vornherein undenkbar.
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29.4. Die Olympische Flamme ist mittlerweile auch in Vietnam
gewesen und wurde am Dienstag durch Ho-Chi-Minh-Stadt, früher
Saigon, getrragen. Jubelnde Chinesen und Vietnamesen säumten
Fähnchen schwenkend den Weg des Feuers durch die Innenstadt
der Millionenstadt.
Vietnamesische Aktivisten hatten zuvor friedlichen Protest im
Hafen von Ho-Chi-Minh-Stadt und Hanoi gegen China angekündigt.
Umstritten zwischen China und Vietnam sind die Spratly- und Paracel-Inseln
im Südchinesisches Meer, auf die beide Staaten Anspruch erheben.
Der Status der Inseln ist völkerrechtlich unklar. Peking
deklariert aber auf Karten, die auch das Internationale Olympische
Komitee (IOC) verwendet, die Inseln als zu China gehörig.
Dagegen haben zwei der für Ho-Chi-Minh-Stadt vorgesehenen
Fackelläufer protestiert.
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20.5.
Was passiert mit dem Fackellauf nach dem Erdbeben?
Die Olympiastadt Peking erlebte sieben Minuten nach dem Erdbeben
in Sichuan ein Beben der Stärke 3,9. Mehrere Bürohäuser
in der Hauptstadt wurden evakuiert. Ein Seebeben der Stärke
5,1 wurde aus Taiwan gemeldet.
Nach der dreitätigen Staatstrauer wurde der Fackellauf in
der Hafenstadt Ningbo im Osten des Landes wieder aufgenommen.
Ein Sprecher des Organisationskomitees BOCOG in Peking kündigte
an, die Feiern im Rahmen der Übergabe des olympischen Feuers
weniger aufwendig gestalten zu wollen. Zum Start der neuen Etappe
der Torch Relay in Jiangxi im Osten des Landes wurde ein dreiminütiges
stilles Gedenken für die Opfer des Erdbebens eingelegt. Die
Flamme wird nunmehr erst Anfang August durch die am stärksten
vom Erdbeben betroffene Provinz Sichuan getragen werden, um die
Rettungsarbeiten nicht zu stören. Gleichzeitig wurde eine
Initiative gestartet, entlang der Strecke Spenden für die
Erdbebenopfer zu sammeln. Das Internationale Olympische Komitee
(IOC) gab außerdem bekannt, dass es eine Million Dollar
(rund 650 000 Euro) für die Opfer und den Wiederaufbau spenden
werde.
Hinsichtlich möglicher Beeinträchtigungen der olympischen
Wettkämpfe bemühen sich die Behörden darum, Bedenken
zu zerstreuen. "Ich möchte den ausländischen Gästen
sagen, dass die Olympischen Spiele sicher sind, dass Peking sicher
ist, dass China sicher ist", sagte Zhang Jian vom Organisationskomitee
(BOCOG) am Dienstag. Ein Sprecher des Komitees sagte weiterhin,
die 31 Austragungsorte seien für Erdbeben der Stärke
8,0 ausgelegt. Das Beben in der Provinz Sichuan vom Montag hatte
eine Stärke von 7,9 erreicht.
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Die Fackel zurück in China
23.05. Am Freitagnachmittag ist der erste Teil des Fackellaufes der Olympischen
Spiele in Beijing in der ostchinesischen Metropole Shanghai erfolgreich
beendet worden.
Das olympische Feuer wird am Freitag und Samstag durch Shanghai
getragen. Vor dem Beginn der Startzeremonie hielten alle Beteiligten
und Zuschauer vor Ort eine Schweigeminute für die Opfer des
Erdbebens im Kreis Wenchuan in der südwestlichen Provinz
Sichuan ab. Von dort geht es weiter durch die chinesischen Provinzen.
Die Route ist leicht verändert worden, d.h. das Katastrophengebiet
wird erst zu Beginn des August besucht. Jeder neue Tag wird vom
Korso mit einer Schweigeminute begonnen.
Auch wenn es viele Stimmen gibt, die eine vorzeitige Beendigung
der Veranstaltung fordern, soll der Fackellauf dazu genutzt, um
Solidarität mit den Opfern zu zeigen und Spendengelder zu sammeln.
Es ist chinesischer Brauch, dass solcherart Geschenke in roten Briefumschlägen
übergeben werden. |
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Die Reise der Harmonie durch Tibet
23.06. Der wohl am meisten befürchtete Abschnitt der "Reise
der Harmonie" wurde durch die tibetische Hauptstadt Lhasa veranstaltet.
Unzählige Sicherheitskräfte hatten die ganze Stadt bereits
seit Wochen durchforstet, damit kritische Passanten oder gar Aufrührer
von Vornherein zu Hausarrest verdonnert werden. So wurde schlußendlich
eine Show für die Massenmedien inszeniert, die im krassen Widerspruch
zum Motto der Veranstaltung stand.
Der ganze Tross mit Fackelläufern, Begleitern und ziviler Geheimpolizei
bewegte sich auf einer stark verkürzten Route durch die Innenstadt
von Lhasa. Es war bereits seit langer Zeit seitens der chin. Regierung
unter Androhung von Strafe festgelegt worden, dass keinerlei tibetische
Fahnen gezeigt werden dürfen. Die Szene wirkte völlig grotesk,
als jubelnde Tibeter entlang der Laufstrecke aufgestellt wurden, die
auch noch Hochrufe auf China anstimmten....
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Weiter durch die Provinzen
Während des Juni und Juli hindurch wird die Fackel nun nahezu
täglich durch ein anderes chinesisches Städtchen getragen.
Die Bilderflut
fröhlicher Passanten geht in die Tausende, deshalb hier ein
Link auf die offizielle BOCOG-Website.
Für eine Tourbeobachtung "day-by-day" empfehlen wir
diese offizielle Flashanimation,
bei der jeder Zielpunkt auf Klick weitere Details anzeigt. |
Das Ende des Olympischen Fackellaufes 2008
Weltweit hat diese Megaveranstaltung mehr Protest als Zustimmung erfahren....
Es ist bereits jetzt ein fader Nachgeschmack zu spüren, der wohl
auch zukünftig noch für Diskussionen sorgen wird.
Die Fackel wurde jetzt am 6. August, zurückgekehrt aus der
Krisenregion, nach Beijing transportiert, wo sie für drei Tage gefeiert
wird. Am 8.8. ist dann die Eröffnungszeremonie im Nationalstadium der
Hauptstadt geplant, wo das große Olympische Feuer traditionsgemäß
vom letzten Fackelläufer entzündet wird. IOC Präsident Rogge hat
bereits verlautbaren lassen, dass man sich kritische mit den
Erkebnissen der vergangenen 5 Monate auseinandersetzen wird, um für die
Zukunft ein neues, verkleinertes Programm für den Olympischen
Fackellauf zu überlegen.
Deine Meinung interessiert uns: "red [at]
olympia.de"
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09.09.2010 - 10:29 Uhr |
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I. Youth Olympic Games 14. - 26. Aug. 2010
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| Das Logo für Singapur 2010 |
| Die ersten Olympischen Spiele der Jugend (14-18
Jahre) fanden diesen Sommer in Singapur statt. Hier könnt Ihr einige Videoclips vom Event anschauen. Dazu alle Ergebnisse zu allen Sportarten. |
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Trendbarometer:
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Wie steht es um Deine Entscheidung?
Es gibt viele gute Gründe, sich initiativ für die Organspende zu entscheiden...
Und es gibt viele Vorbilder:
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